Informationen zum Coronavirus - Update

Update CoronaVO – Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

Die Landesregierung hat die Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erneut geändert. Die neuen Regelungen gelten seit Montag, 29. März 2020.
Die Bürgerinnen und Bürger des Landes werden eindringlich gebeten, sich an die Verordnung zu halten und alle nicht unbedingt notwendigen Sozialkontakte einzustellen.

Ergänzend zu den bisher beschlossenen Regelungen gelten u.a. weitere Maßnahmen

  • Die Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemkritischen Berufen arbeiten, wird auch in den Osterferien fortgesetzt.
  • Paketdienste und Poststellen dürfen ihren Betrieb aufrechterhalten, sofern ihr Angebot nicht in einer anderen Einrichtung
    betrieben wird, wo der Postumsatz nur eine untergeordnete Rolle spielt.
  • Ab sofort gehören auch ambulante Einrichtungen und Dienste der Wohnungslosenhilfe, gemeindepsychiatrische und sozialpsychiatrische Einrichtungen sowie Drogen- und Suchtberatungsstellen   zur sogenannten "kritischen Infrastruktur". Ebenso der Katastrophenschutz und die Einheiten der Bundeswehr, die wegen des Coronavirus im Einsatz sind.
  • Pflegeschulen und Ausbildungsstätten für medizinische und pharmazeutische Assistenten müssen nicht geschlossen werden
  • In geöffneten Betrieben und Einrichtungen wie Supermärkten oder Lebensmittelausgabe-Stellen sind die Betreiber dazu angehalten, den Zutritt zu steuern und Warteschlangen zu vermeiden. Zudem gilt
    es für die jeweiligen Betreiber "darauf hinzuwirken", dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewahrt wird

Anpassung der Landesverordnung vom 22. März 2020
 
Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt, also maximal zu zweit. Natürlich können Familien oder Menschen, die zusammenleben, weiter gemeinsam auf die Straße. Die Behörden werden dies streng kontrollieren, durchsetzen und sanktionieren.
  • Alle Restaurants und Gaststätten müssen schließen.
    Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung bleibt aber weiterhin möglich.
  • Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen vorbehaltlich des Selbstorganisationsrechts des Landtages und der Gebietskörperschaften verboten.
  • Einreisen und Durchreisen von Personen aus internationalen Corona-Risikogebieten nach oder durch Baden-Württemberg sind untersagt. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz, zum Wohnort, zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefälle, etwa bei einem Todesfall in der Familie.
  • Die Regelungen zur Notbetreuung an Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen greifen, wenn beide Elternteile in Bereichen der "kritischen Infrastruktur" arbeiten oder bei Alleinerziehenden. Alleinerziehenden gleichgestellt sind Erziehungsberechtigte, die aus schwerwiegenden Gründen an der Betreuung gehindert sind. Die Entscheidung über die Ausnahmeregelung trifft die Gemeinde, in der die Einrichtung ihren Sitz hat.
  • Weiteren Einrichtungen u.a. Frisöre, Massagestudios, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Studios für kosmetische Fußpflege sowie Sonnenstudios, müssen schließen.

Welche Geschäfte dürfen öffnen, welche müssen schließen?
Die Auslegungshinweise zur Corona-Verordnung berücksichtigt, welche Dienstleister und Einrichtungen ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen können und welchen der Betrieb untersagt bleibt.

Konsolidierte Fassung der Corona-Verordnung, Stand  8. März 2020

Dritte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung vom 28. März 2020

Konsolidierte Fassung der Corona-Verordnung, Stand: 22. März 2020 (PDF)

Zweite Verordnung der Landesregierung vom 22. März 2020 zur Änderung der Corona-Verordnung vom 17. März 2020 (PDF)

Verordnung der Landesregierung vom 20. März 2020 zur Änderung der Corona-Verordnung vom 17. März 2020 (PDF)

Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) vom 17. März 2020 (PDF)

Hinweise für Schulen und Kitas

Die Landesregierung hat am Freitag, 13. März, beschlossen, dass Schulen, Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kindertagespflege in Baden-Württemberg ab Dienstag, 17. März 2020, bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben.
Aufgrund der dynamischen Verbreitung des Coronavirus ist zum Schutz der Bevölkerung ein unverzügliches, entschlossenes Vorgehen notwendig, so eine Meldung auf der Webseite der Landesregierung. Es bedarf weitreichender Maßnahmen zu Kontaktreduzierungen, um eine unkontrollierte, schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern, damit die Behandlungskapazitäten weiter erhöht und weitere Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Gruppen ergriffen werden können.
Vor diesem Hintergrund ist die landesweite Schließung von Kindertageseinrichtungen und Schulen eine erforderliche Maßnahme zur Verzögerung der Ausbreitung.

Die entsprechende Mitteilung des Kultusministeriums steht nachfolgend zum Download:

Covid-19: Die Gemeinde Schwörstadt informiert

Informationen und Verhaltens-Tipps zum Coronavirus

Tagesaktuelle Informationen gibt es auf der Homepage des Ministeriums für Soziales und Integration:

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/

Der Landkreis Lörrach stellt auf seiner Homepage unter nachfolgendem Link aktuelle Informationen für den Landkreis Lörrach zur Verfügung:

https://www.loerrach-landkreis.de/de/Service-Verwaltung/Fachbereiche/Gesundheit/Sachgebiete/Sachgebiet/Corona

Die Informationen werden aufgrund der sich ständig ändernden Lage täglich aktualisiert.

Telefon-Hotline

Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt in Stuttgart eine Telefon-Hotline für Rat Suchende eingerichtet: 0711/9043 9555 (werktags von 9.00 bis 16.00 Uhr). 

Wie kann ich Infektionen vorbeugen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützt das Einhalten von Hygieneregeln vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus und hilft, die rasche Verbreitung der Infektionskrankheit in der Bevölkerung zu verringern.
Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Dazu zählen:

  • Händeschütteln vermeiden
  • Anhusten und Anniesen vermeiden
  • Berührung von Augen, Nase oder Mund vermeiden
  • Zum Naseputzen nur Einmal-Taschentücher verwenden und sie sicher im Mülleimer entsorgen
  • Räume häufig und intensiv lüften
  • Hände gründlich waschen - vor der Nahrungsaufnahme, nach Berührungskontakten und nach WC-Benutzung
  • Hände desinfizieren nach Beührungskontakt mit Grippekranken

Allgemein gilt, dass das Infektionsrisiko insbesondere für Grippe und grippeähnliche Erkrankungen bei einem Aufenthalt in Menschenmengen insbesondere in geschlossenen Räumen höher ist als bei Aufenthalt unter freiem Himmel und Kontakt zu einem kleineren Personenkreis.

Verhalten nach Kontakt mit infizierten Personen

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich auch ohne Symptome unverzüglich an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden.

Bei Verdacht:
Kontakt zum Gesundheitsamt im Landratsamt Lörrach unter Tel. 07621 4102199 aufnehmen.

Menschen, die sich in Risikogebieten oder betroffenen Regionen aufgehalten haben und Symptome zeigen, sollten unnötige Kontakte vermeiden und sich zunächst telefonisch mit dem Hinweis auf die Reise an ihren Hausarzt wenden.

Symptome

Das neuartige Coronavirus mit dem offiziellen Namen "SARS-CoV-2" wird von Mensch zu Mensch übertragen und kann eine Atemwegserkrankung auslösen, die als "COVID-19" bezeichnet wird. Krankheitszeichen sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schweren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer.
Bei den in Deutschland bekannt gewordenen Fällen standen bisher meist Erkältungssymptome im Vordergrund.

Quelle / Weitere Informationen