Gemeindeportrait
Die Gesamtgemeinde Schwörstadt im Blick
Gleich doppelt schön ist die Lage der Gemeinde Schwörstadt, an den Rhein geschmiegt und in das Dossenbacher Tal am Dinkelberg gebettet. Zwischen Rheinfelden und Bad Säckingen liegt Schwörstadt auf 286 Meter über dem Meer. Die historischen Siedlungen Nieder- und Oberschwörstadt bilden heute ein geschlossenes Straßendorf im Rheintal. Vier Kilometer nördlich liegt der Ortsteil Dossenbach auf 400 Meter über dem Meer am Südhang des Dinkelbergs. Zwischen dem Ortsteil und der namensgebenden Gemeinde liegt in einer Talmulde die historisch zu Schwörstadt gehörende Nebengemeinde Niederdossenbach. Zur Gemeinde Schwörstadt gehören seit den Grenzziehungen von 1970 auch die „Siedlung äußerer Berg“, der Eichbühlhof und der Hollwanger Hof sowie die Häuser der Kraftwerkskolonie. Die Gesamtgemarkung ist 2008 Hektar groß, davon entfallen 1.172 Hektar auf die Gemarkung Schwörstadt und 836 Hektar auf die Gemarkung Dossenbach.
Die Gemeinde zählt 2.600 Einwohner. Schwörstadt liegt an der Bundesstraße B 34 und hat über die Auffahrt Rheinfelden-Minseln einen nahegelegenen Anschluss an das deutsche und das Schweizer Autobahnnetz. In Planung ist der Weiterbau der A 98, in dessen Zuge die Gemeinde eine eigene Abfahrt erhalten wird. Mit dem Zug sind es nur knapp 15 Minuten nach Basel mit Anschluss an die Nord-Süd-Route der ICE-Strecke der Deutschen Bahn. Bequem zu erreichen ist auch der Euro-Airport Basel-Mulhouse sowie mit einer Stunde Fahrzeit mit dem Auto der Züricher Flughafen. Im Südwesten von Schwörstadt befindet sich das Wasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt, das 1930 in Betrieb genommen wurde. Bei einer installierten Leistung von 110 Megawatt erzielt das Kraftwerk eine mittlere Jahresproduktion von 760 Gigawattstunden grüner Energie. Fußgänger und Radfahrer können die Anlage auch als Brücke über den Rhein nutzen.
Ob am Rhein oder am bewaldeten Hang. Schwörstadt bietet abseits der Bundesstraße wunderschöne Wohnlagen. Die Gemeinde ist geprägt durch das viele Grün. In jüngeren Baugebieten prägt moderne Architektur das Dorfbild, während anderswo noch alte Bauernhäuser und Scheunen ein malerisches Bild geben. Schwörstadt bietet seinen Einwohnern die komplette Grundversorgung direkt im Ort. Bäckereien und ein Supermarkt sowie verschiedene Geschäfte von Elektronikgeräten bis günstige Waren des täglichen Bedarfs sind in Schwörstadt zu finden. Liebevoll geführte Hofläden und ein wöchentlicher Marktstand bereichern das Angebot. Den Bedarf darüber hinaus decken die nahegelegenen Ober- und Mittelzentren. Für nicht mobile Einwohner gibt es den ehrenamtlich betriebenen Einkäufer-Bus, der sie zweimal die Woche zu den Geschäften und mit den Einkäufen wieder direkt vor die Haustür fährt. Mehrere gastronomische Betriebe machen ein vielfältiges deutsches und internationales Angebot.
Schwörstadt ist die ideale Wohnstadt für junge Familien, während im Umland Arbeitsplätze in den Ober- und Mittelzentren sowie im nahen Ausland schnell erreichbar sind. Kinder haben in Schwörstadt kurze Wege. Die Grundschüler gehen in die Schule am Heidenstein, nachdem sie zuvor den katholischen Kindergarten St. Elisabeth oder die gemeindeeigenen Kindergärten am Heidenstein oder in Dossenbach besucht haben. Weiterführende Schulen verschiedener Arten von der Gemeinschaftsschule über Realschule und Gymnasien unterschiedlicher Ausrichtung gibt es in den umliegenden Städten Rheinfelden, Schopfheim, Wehr und Bad Säckingen sowie in den beiden Kreisstädten Lörrach und Waldshut und auch attraktive Berufsausbildungsangebote sind regional geboten. Auf drei Spielplätzen können sich die Kinder in Schwörstadt austoben. Jugendliche finden in einem vielfältigen Vereinsangebot die Möglichkeit, ihre Interessen zu verwirklichen oder neue zu entdecken.
In der Gemeinde gibt es ein reges Vereinsleben, dass die Dorfgesellschaft mit Festen, Konzerten, sportlichen Ereignissen und Auftritten bereichert. Dabei geht es mit den Drachenbootrennen des Wassersportvereins Rheinstrom auch auf den Rhein hinaus. Ein Highlight im Kulturkalender ist die Fasnacht, die die Schwörstädter Narrenzunft mit den Schwörstädter Schnecken, den Rebbachgeistern und den Wäschbachwiebern sowie der Dossenbacher Clique Bachradden und der Guggemusik Waieblätzer begeht. Die ideale Lage im Dreiländereck bietet darüber hinaus ein breites Freizeit- und Kulturangebot vom Kino- oder Konzertbesuch bis zum Theater- und Museumsbesuch. Insbesondere ein breites Wanderwegenetz macht die schöne Natur der Schwörstädter Gemarkung für die Einwohner erlebbar, von den 2008 Hektar Gemarkungsfläche ist immerhin die Hälfte bewaldet. Sportanlagen, Mehrzweckhallen und ein schön gelegenes Freibad bieten Möglichkeiten zu Freizeit- und Vereinsaktivitäten.
Der Ortsteil Dossenbach
Der Ortsteil Dossenbach liegt in ein Tal im Hang des Dinkelbergs gebettet, von wo aus man einen Ausblick bis zu den Schweizer Alpen genießen kann. Der Ortsteil hat 550 Einwohner. Historische Gebäude im Ortskern und moderne Wohnhäuser in neueren Baugebieten sorgen für ein abwechslungsreiches Dorfbild.
Das ehemals landwirtschaftlich geprägte Dorf hat sich im 20. Jahrhundert wie Schwörstadt zur Wohngemeinde entwickelt, in idyllischer Lage an den Berg geschmiegt. Einige Höfe betreiben heute noch Landwirtschaft im Nebenerwerb. Obstplantagen sind Teil der Dossenbacher Gemarkung, die durch ihren Waldreichtum gekennzeichnet ist und über die auch der Westweg als beliebte Fernwanderroute verläuft.
Da Dossenbach historisch dem Wiesental zugehörig war, ist der Ortsteil heute noch überwiegend evangelisch geprägt im Unterschied zu Schwörstadt, das Teil des katholischen Vorderösterreichs war. Die evangelische Kirche nimmt einen zentralen Ort in Dossenbach ein und ist weithin gut sichtbar. Nachdem 1851 weite Teile des Dorfes einer Feuersbrunst zum Opfer fiel, wurde schon 1855 die neue Kirche fertiggestellt. Darin erklingt seit 1862 eine besondere Merklin-Orgel mit Wiener Flöte.
Bei der Kirche erinnert ein Gedenkstein an ein wichtiges historisches Ereignis der Geschichte des Dorfes: Das Gefecht bei Dossenbach. Dort wurden während der Badischen Revolution am 27. April 1848 revolutionäre Freischärler unter Georg Herwegh von württembergischen Truppen vernichtend geschlagen.

